Datenschutzkonforme Videokonferenzsysteme

Oct. 10, 2020

Reihenweise fallen die bekannten und großen Anbieter von Videokonferenzsystemen im Hinblick auf die EU-DSGVO durch. Entweder gibt es gar keinen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeiteung, dieser weist erhebliche Mängel auf, die Anbieter behalten sich vor Daten zu eigenen Zwecken weiterzuverarbeitet und/oder Daten werden unzulässig exportiert. Einige Anbieter setzen immer noch auf das Privacy Shield (Vorgänger Safe Harbor). Dieses Abkommen wurde jedoch bereits Mitte Juli 2020 durch den EU-Gerichtshof mittels des Schremms II-Urteils einkassiert. Die wenigen Deutschen Anbieter kommen hier zwar besser weg, können die Anforderungen an die EU-DSGVO aber auch nicht ausreichend erfüllen und können so nur unter bestimmten Rahmenbedingungen rechtskonform eingesetzt werden. Einen guten und aktuellen Überblick erhält man von den Berliner Beauftragten für den Datenschutz und Informationsfreiheit hier.
Fazit Um, Stand heute, eine rechtskonforme Videokonferenzlösung einzusetzen, ist man nach wie vor darauf angewiesen beispielsweise Jitsi oder BigBlueButton selbst zu betreiben.