Warum ich WhatsApp verlassen habe

WhatsApp

Ich erhalte mittlerweile von immer mehr Personen Rückfragen, warum ich nicht mehr über WhatsApp erreichbar bin. Hier meine Gründe.

1. Werbung

WhatsApp führt ab dem Jahr 2019 erstmals Werbung ein. Wie dies aussehen soll, könnt ihr hier im Detail nachlesen. Viele von euch kennen WhatsApp nur kostenfrei. Als ich mich mit WhatsApp begonnen hatte, musste man dafür noch einen kleinen Beitrag bezahlen. Warum ein kostenfreier Dienst nicht immer gut ist, lest ihr im nachfolgenden Punkt.

2. Du verkaufst dich

Irgendwie müssen die Dienste Geld verdienen und ihre Unkosten decken, wenn Sie nicht auf Werbung setzen. Das hatte WhatsApp auch bisher nicht getan. Deshalb verkaufen Sie deine Daten für dich und finanzieren sich daurch. Ich zahle lieber einmalig einen größeren oder regelmäßig einen kleineren Betrag, mit der Gewissheit, dass meine persönlichen Daten auch meine eigenen Daten bleiben. Ein Garant ist das natürlich nicht, aber eine logische Konsequenz. Weiterführende Informationen dazu findest du hier.

3. Rechtsunsicherheit

Ich verwende mein Smartphone sowohl privat, als auch beruflich. Logischerweise speichere ich daher sehr viele berufliche Kontaktdaten auf meinem Smartphone. WhatsApp nutzt die Mobilfunkrufnummern zur Identifizierung ob jemand den Dienst nutzt oder nicht. Dafür lädt es dein gesamtes Telefonbuch auf die eigenen Server. Zu widersprechen funktioniert nicht, da man ansonsten den Dienst nicht sinnvoll nutzen kann. Genau hier liegt jedoch das Problem. Ich darf keine Kontaktdaten eines anderen durch einen Dritten verarbeiten lassen, ohne vorher seine schriftliche Genehmigung einzuholen. Details findest du hier.

4. Rechte werden ignoriert

WhatsApp gehört zu Facebook. In der Vergangenheit gab es bei Facebook immer wieder Probleme mit der Akzeptanz des Deutschen Datenschutzrechts. Mittlerweile haben wir die DSGVO auf EU-Ebene und bald zusätzlich das Privacy Shield. Facebook beruft sich immer auf Community-Richtlinien und will die DSGVO nicht akzeptieren. Was kann man von einem Unternehmen halten, dass geltendes Recht ignoriert? Meiner Meinung nach nichts, gar nichts. Null! Weitere Informationen dazu findest du hier, dort und da

5. Es tut einfach gut!

Wellness tut gut, digitale Wellness mittlerweile noch mehr. Ich bin froh diese Entscheidung getroffen zu haben, meine Aufmerksamkeit nun darauf lenken zu können was mich wirklich interessiert und nicht alle paar Minuten auf mein Smartphone blicken zu müssen um lustige Videos und GIFs ansehen zu dürfen. Klar, das ist sicherlich ein persönliches Problem, aber scheinbar habe das nicht nur ich, siehe hier.

Und jetzt? Alternativen!

Sicherlich bist du jetzt daran interessiert, ob es Alternativen gibt? Die gibt es! Bessere und schlechtere… Allerdings ist das mit Aufwand verbunden und die Alternativmessenger sind nicht zu WhatsApp kompatibel. Bedeutet euer Gegenüber muss ebenfalls diesen Messenger verwenden, sonst könnt ihr nicht miteinander kommunizieren. Punkt 5 ist bei steigender Nutzerzahl natürldich dahin, aber das ist jedem sein eigenes Problem. Eine Auswahl mit detaillierter Erklärung der Vor- und Nachteile findest du hier.